Der Heiße Herbst des Bildungsstreik beginnt!
Los
geht’s am Dienstag, dem 17. November: Die hessischen
Lehrerinnen und Lehrer demonstrieren in Wiesbaden für
bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig wollen die
SchülerInnen und Studierenden aus ganz Hessen für ein
gerechteres Bildungssystem demonstrieren — auch hier in
Wiesbaden.
Die SchülerInnen und Studierenden
aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis treffen sich um
11.00 am Wiesbadener Hauptbahnhof!
PS: Sagt’s weiter! Auf allen Kanälen die Infos verbreiten: in der Klasse, auf dem
Schulhof, im Netz (ICQ, MSN, schuelerVZ, Facebook, wkw,…) usw. Wir
zählen auf Euch!
Mehr Infos: http://bildungwiesbaden.blogsport.de
Der Aufruf des Bildungsbündnis:
Am 17. November 2009, also genau fünf
Monate nach dem Streik der SchülerInnen und Studierenden, gehen
auch Hessens LehrerInnen auf die Straße und streiken. Die
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zu einer
eintägigen Arbeitsniederlegung auf um für bessere
Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die GEW fordert von der
Landesregierung unter anderem eine Entlastung der
LehrerInnen durch eine Pflichtstundenreduzierung, sowie die
Ausbildung und Einstellung von wesentlich mehr jungen
LehrerInnen.
Der seit Jahren anhaltende Trend die
Bildungsausgaben zu kürzen ist in allen Bereichen des
Bildungswesens zu spüren – auch bei Ausbildung und Vergütung
von LehrerInnen.
Denn
eine Entlastung der LehrerInnen würde sich direkt auf unseren
täglichen Unterricht auswirken. Momentan sind wir täglich die
Opfer der völligen Überlastung der Lehrkräfte, die immer
weniger Zeit haben, sich um uns und unsere Anliegen und
Probleme zu kümmern, den Unterricht gründlich vorzubereiten
oder sich freiwillig in Arbeitsgemeinschaften oder für die
SchülerInnen-Vertretung zu engagieren. Der
StadtschülerInnenrat Wiesbaden zum Beispiel sucht nun schon
seit zwei Jahren nach einer/einem StadtverbindungslehrerIn –
zustehen würden ihm sogar drei. Doch offensichtlich hat niemand
mehr die Kraft und Zeit sich für so etwas zu engagieren.
Unterrichtsausfall,
zu große Klassen oder kaum individuelle Förderung unserer
persönlichen Stärken sind nur einige der Folgen dieser
Überlastung der LehrerInnen. Wir SchülerInnen sind die
Leidtragenden. Die Ursache dieser Probleme ist unter anderem
darin begründet, dass es einfach zu wenige Lehrkräfte gibt.
Somit
stehen unsere Forderungen nach einer besseren und
gerechteren Bildung für alle in unmittelbarem Zusammenhang
mit den Arbeitsverhältnissen der LehrerInnen.
Deshalb
unterstützen wir als SchülerInnen und Studierende die
Forderungen der LehrerInnen nach weniger Pflichtstunden und
mehr Lehrkräften. Darüber hinaus fordern wir eine grundlegende
Änderung des Bildungssystems:
Macht
die Forderungen der GEW zum Thema in der Klasse, auf dem Schulhof
und zu Hause. Beteiligt euch, wenn möglich, an der Demonstration
der LehrerInnen am 17. November in Wiesbaden. Lasst uns zeigen,
dass die Forderungen der LehrerInnen auch in unserem
Interesse liegen.
Kommt in den Jugendblock aus SchülerInnen und Studierenden!